Tests

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© AIDS-Hilfe Ulm
Am 03.06.2020 öffnen wir unseren Checkpoint wieder! Allerdings sind Besuche im Checkpoint ab sofort nur mit vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Unser Testangebot im Checkpoint Ulm

in der Furttenbachstr. 14, 89077 Ulm

immer am ersten und zweiten Mittwochabend im Monat.

HIV-Schnelltest 15 € 

HIV Labortest 10 € 

Syphilis-Labortest  5 €

Hepatitis-C Labortest 10 €

Hepatitis-B Labortest 10 €

Hepatitis-B Impftiter 10 €

Chlamydien/Gonokokken 15 € je Test
kombinierter Labortest (Rachen- oder Analabstrich oder Urinprobe)

PrEP Kontrolluntersuchungen 35 €

Alle Test werden anonym durchgeführt.
Jedem Test geht eine persönliche Beratung voraus.
An den Testabend sind medizinische Mitarbeiter_innen anwesend.
Das Testangebot im Checkpoint Ulm wird durch MSD SHARP & DOHME unterstützt.

Termine für 2020

 18:00 – 20:00 Uhr

Am 03.06.2020 öffnen wir unseren Checkpoint wieder! Allerdings sind Besuche im Checkpoint ab sofort nur mit vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Unter folgenden Voraussetzungen können im Checkpoint wieder jeden 1. und 2. Mittwoch im Monat persönliche Beratungsgespräche angeboten und Tests auf sexuell übertragbare Krankheiten durchgeführt werden:

        Nach der Terminvereinbarung füllen Sie bitte bereits zu Hause
        den Onlinefragebogen mit ihrer Aufrufnummer aus.
        Zum Onlinefragebogen geht es hier.

Den weiteren Ablauf und Informationen finden Sie unter Aktuell.

Das Wichtigste zum HIV Test auf einen Blick

Ein Überblick mehr unter Themen

Wenn Sie befürchten, sich mit HIV infiziert zu haben, sollten Sie sich beraten lassen. Stellt sich bei der Beratung heraus, dass tatsächlich ein HIV-Risiko bestanden hat, kann Ihnen ein HIV-Test Gewissheit verschaffen.

• Das Wissen um eine HIV-Erkrankung ermöglicht den rechtzeitigen Zugang zu wirksamen Behandlungsmöglichkeiten.
• Informieren Sie sich beim Beratungsgespräch über mögliche soziale und rechtliche Nachteile, die mit dem Test bzw. einem positiven Ergebnis verbunden sein können.
• Ob Sie einen Test machen lassen oder nicht, ist Ihre freie Entscheidung. Der HIV-Test darf von niemanden ohne Ihr Wissen und Ihr Einverständnis vorgenommen werden. Niemand darf Sie dazu zwingen.
• Mit einem Labortest, der Antikörper und Virsusbestandteile (Antigen) nachweist, kann man eine HIV-Infektion bereits nach sechs Wochen sicher ausschließen, mit einem Schnelltest bzw. einem reinen Antikörpertest nach drei Monaten.
• Der HIV-Test ist keine Vorbeugungsmaßnahme. Schützen können Sie sich nur, indem sie Safer-Sex- und Safer-Use-Regeln beachten.

Die HIV-Testverfahren

 

HIV-Antikörpertest der 4. Generation
Der HIV-Antikörpertest ist das gängige Verfahren zum Nachweis einer HIV-Infektion. Er weist die Subtypen HIV1 und HIV2 nach. Zurzeit werden Suchtest der sogenannten 4. Generation eingesetzt. Diese weisen zusätzlich zu den HIV-Antikörpern auch Virusbestandteile (p24 -Antigen) nach und werden deswegen Kombinationstests genannt. Dieses Testverfahren weisen eine HIV-Infektion bereits sechs Wochen nach einem Risiko nach.

Der Nachweis der Antikörper erfolgt in einem zweistufigen Laborverfahren:
Suchtests haben das Ziel, Antikörper möglichst „empfindlich“ nachzuweisen, also alle Infektionen zu erkennen und keine zu übersehen („hohe Sensitivität“). In Deutschland dienen als Suchtests, zumeist so genannte ELISA (enzyme-linked immuno-sorbent assays), die Antikörper gegen beide Varianten des Virus, HIV-1 und HIV-2, sowie alle Subtypen zuverlässig nachweisen. Ihr Nachteil ist, dass sie manchmal reagieren, obwohl keine Infektion besteht (= falsch positives Testergebnis auf Grund „geringer Spezifität“).

Gibt ein Suchtest keinen Hinweis auf eine Infektion („negativer“ Suchtest), gilt dieser Befund wegen der hohen Empfindlichkeit des Testverfahrens als sicher und wird an die Betreffenden so weitergegeben. Ist das Ergebnis dagegen unklar oder sind Antikörper nachgewiesen („positiver“ Suchtest), muss immer in einem weiteren Test geprüft werden, ob es sich tatsächlich um HIV-Antikörper handelt (Bestätigungstest). Erst dann gilt das Ergebnis als sicher und wird den Untersuchten mitgeteilt.

Bestätigungstests haben das Ziel, HIV-Antikörper möglichst eindeutig nachzuweisen, also keine anderen Antikörper als solche gegen HIV-1 oder HIV-2 („hohe Spezifität“). In Deutschland wird hierfür in der Regel ein Western blot (oder Immunoblot) genanntes Verfahren verwendet, das Antikörper als Streifen („Banden“) auf einer Folie sichtbar macht.

Seltener werden auch Immunfluoreszenztests durchgeführt, bei denen unter dem Mikroskop eine Immunreaktion der Blutprobe beurteilt wird. Der Bestätigungstest wird (wenn möglich) aus derselben Blutprobe bestimmt, die auch für den Suchtest verwendet wurde. Die Durchführung der zweistufigen Untersuchung (Suchtest plus Bestätigungstest) dauert je nach Labor und Region bis zu zwei Wochen. Die Ärztin/der Arzt gibt Auskunft darüber, wann mit dem Ergebnis zu rechnen ist.

Fast immer können alle Testschritte, die zur Sicherung der Diagnose nötig sind, mit einer einzigen Blutprobe durchgeführt werden. Sollte – was selten vorkommt – eine zweite Blutentnahme nötig sein, ist dies kein Grund zur Sorge: Es sollen Fehler ausgeschlossen werden oder die erste Blutprobe ging verloren – was selbst im Zeitalter der modernen Labortechnik passieren kann.

Schnelltests
Die HIV-Schnelltests sind meist Antikörpertests der 3. Generation. HIV-Antikörper sind im Blut mit Sicherheit ab dem 3. Monat feststellbar. Das heißt, dass diese Tests erst ab dem 3. Monat nach einer Risikosituation anwendbar sind. Der Schnelltest ist ein Test, der innerhalb kurzer Zeit (= also „schnell“) ein Resultat zeigt, ein Schnelltest ist aber kein „Früherkennungstest“. Mit wenig Blut aus der Fingerkuppe wird der Test durchgeführt. Das Ergebnis steht nach 30 Minuten fest.

Falls ein HIV-Schnelltest ein reaktives Ergebnis zeigt, ist dieser Befund durch einen HIV-Bestätigungstest zu kontrollieren. Ein negatives HIV-Schnelltestergebnis muss nicht routinemäßig durch einen konventionellen HIV-Screeningtest bestätigt werden. Bei anamnestischen Hinweisen auf ein kurz zurückliegendes Infektionrisiko (< 3 Monate) kann im Einzelfall eine Kontrolle durch einen HIV-Antikörpertest der 4. Generation (Labortest s.o.) sinnvoll sein, alternativ oder zusätzlich ist die Wiederholung des Tests zu einem späteren Zeitpunkt zu empfehlen.

Selbsttest/Heimtests
Seit Herbst 2018 ist der HIV-Selbsttest (HIV-Heimtest) auch in Deutschland zugelassen. Informationen zum HIV-Selbsttest finden Sie hier auf der Internetseite der Deutschen AIDS-Hilfe.

Direkter Virusnachweis
In seltenen Fällen (z.B. bei Neugeborenen von HIV-infizierten Müttern) setzt man zur Feststellung einer HIV-Infektion auch den direkten Nachweis von Viren bzw. Viren-Erbmaterial ein (meist mit einem so genannten PCR-Test). Dieser Test ist aber weniger genau als der Antikörpernachweis, d.h. das Risiko falscher Ergebnisse ist größer. Deshalb muss auch das Ergebnis „kein Virusnachweis“ immer durch einen HIV-Antikörpertest (also frühestens sechs Wochen nach der letzten Risikosituation) bestätigt werden. Der direkte Virusnachweis ist außerdem sehr teuer und muss in der Regel selbst bezahlt werden.

 

 

Waltraud

Dr. biol. hum. Waltraud Schwendele

Checkpoint
Prävention
Öffentlichkeitsarbeit
Rainbow Team

Diplom Sozialarbeiterin (FH)

Koordination Checkpoint, Prävention an Schulen, Ansprechpartnerin für das Rainbow-Team, Präventionsarbeit für Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) 

Benno

Benno Baumgärtner

Vorstand

Aufgabenbereiche:
Betreuung/Beratung/Selbshilfe und Internet

Silke

Dr. Silke Kapp-Schwoerer

Vorstand

Aufgabenbereiche:
Checkpoint - Testangebote in der Ulmer AIDS-Hilfe.