Notfall

Es kann vorkommen, dass beim Safer Sex etwas schief geht. Kondome können zum Beispiel reißen oder abrutschen. Manchmal werden sie im Rausch der Gefühle auch einfach vergessen. Wenn ein Partner HIV-positiv ist und keine HIV-Medikamente einnimmt, kann HIV übertragen werden. Panik ist in solchen Momenten aber fehl am Platz: Eine HIV-Infektion lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit noch verhindern. Dazu werden für vier Wochen HIV-Medikamente eingenommen. Die Medikamente hindern HIV daran, sich im Körper festzusetzen. Diese Behandlung nennt man Postexpositionsprophylaxe, kurz: PEP. Das bedeutet in etwa „Nach-Risiko-Vorsorge“.

Postexpositionsprophylaxe (PEP)

Eine PEP wird unmittelbar nach dem möglichen Eindringen eines HI-Virus durchgeführt um eine Infektion zu verhindern. Die PEP ist eine medikamentöse antiretrovirale Kombinathionstherapie über vier Wochen mit begleitenden Tests. Eine PEP ist eine vorsorgliche Behandlung nach einem Kontakt mit einem hohem HIV-Risiko, wie zum Beispiele einem Kondomunfall mit einem HIV-positiven Partner.

Eine PEP sollte so schnell wie möglich, am besten innerhalb zwei Stunden, möglichst in den ersten 24 Stunden und maximal bis zu 72 Stunden nach einem tatsächlichen HIV-Risiko begonnen werden.

Eine PEP besteht aus der vierwöchigen Einnahme verschiedener Medikamente, die die Vermehrung des Virus im Körper verhindern sollen. Leider gelingt dies nicht immer und es kann trotz PEP zu einer HIV-Infektion kommen.

Empfohlen wird eine PEP nach:

    • ungeschütztem vaginalen oder analen Geschlechtsverkehr (auch in Folge eines geplatzten Kondoms) mit einem HIV-infizierten oder höchstwahrscheinlich unbehandelten HIV-infizierten Partner/Partnerin.
    • Gebrauch eines mit HIV kontaminierten Injektionsbestecks beim intravenösen Drogenkonsum

Ob eine PEP durchgeführt wird entscheidet immer der Arzt gemeinsam mit dem Patienten.

Zuständige Ärzte/Kliniken für die PEP in Ulm

Universitätsklinikum Ulm
Infektiologie
Albert-Einstein-Allee 23
89081 Ulm

Montag- Freitag tagsüber bis 17.00 Uhr

Außerhalb dieser Zeiten: Notaufnahme M1b des Zentrums für Innere Medizin, Oberer Eselsberg.

Telefonisch erreichbar über die Zentrale mit der Telefonnummer: 0731/ 500-0
Diese Seite wurde erstellt in Zusammenarbeit mit Herr Dr. med. (Quelle:Deutsche AIDS-Hilfe – www.aidshilfe.de)

Bundesweite Telefonberatung der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH)

Die Deutsche AIDS-Hilfe bietet eine bundesweite Hotline unter der Telefonnummer 0180 33 19411 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, abweichende Tarife der Mobilanbieter) an. Die bundesweite Telefonberatung ist auch am Sonntag zu erreichen. Zu folgenden Zeiten ist die Telefonberatung der Deutschen AIDS-Hilfe für Sie erreichbar:
Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 21:00, am Sonntag von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr.