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Was tun in einem Notfall?

Krisen- und Notfallliste - Beistand für Menschen in Notlagen in und um Ulm

Bei der Krisen- und Notfallliste (http://www.ulm.de/notfall.8197.3076,.htm) der Stadt Ulm finden Sie regionale Hilfe und Unterstützung, wenn Ihnen andere Dienste und Beratungsstellen gerade nicht zur Verfügung stehen. Diese Auflistung beinhaltet Hilfen in medizinischen, psychosozialen und sozialpsychiatrischen Krisen und Notfällen.

Bundesweite Telefonberatung der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH)

Die Deutsche AIDS-Hilfe bietet eine bundesweite Hotline unter der Telefonnummer 0180 33 19411 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, abweichende Tarife der Mobilanbieter) an. Die bundesweite Telefonberatung ist auch am Sonntag zu erreichen. Zu folgenden Zeiten ist die Telefonberatung der Deutschen AIDS-Hilfe für Sie erreichbar:
Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 21:00, am Sonntag von 12:00 Uhr bis 14:00 Uhr.

Sofortmaßnahmen nach einem HIV Infektionsrisiko

  • Nach Kontakt bei ungeschütztem eindringendem Geschlechtsverkehr, sollte der Penis unter fließendem Wasser mit Seife gewaschen werden. Dazu sollte die Vorhaut zurückgezogen und die Eichel sowie die Innenseite der Vorhaut vorsichtig (ohne Druck auf die Schleimhaut auszuüben) gereinigt werden.

  • Eine Scheiden- oder Darmspülung kann nicht empfohlen werden.

  • Nach der Aufnahme von Samenflüssigkeit in den Mund empfiehlt es sich, diese möglichst umgehend und vollständig auszuspeien. Danach sollte die Mundhöhle vier- bis fünfmal kurz (etwa 15 Sek.) mit Wasser gespült werden.

  • Wenn Samenflüssigkeit ins Auge gelangt, sollte dieses sofort mit Wasser ausgespült werden.

Postexpositionsprophylaxe (PEP)

Eine PEP wird unmittelbar nach dem möglichen Eindringen eines HI-Virus durchgeführt um eine Infektion zu verhindern. Die PEP ist eine medikamentöse antiretrovirale Kombinathionstherapie über vier Wochen mit begleitenden Tests. Eine PEP ist eine vorsorgliche Behandlung nach einem Kontakt mit einem hohem HIV-Risiko, wie zum Beispiele einem Kondomunfall mit einem HIV-positiven Partner.

Eine PEP sollte so schnell wie möglich, am besten innerhalb zwei Stunden, möglichst in den ersten 24 Stunden und maximal bis zu 72 Stunden nach einem tatsächlichen HIV-Risiko begonnen werden.

Eine PEP besteht aus der vierwöchigen Einnahme verschiedener Medikamente, die die Vermehrung des Virus im Körper verhindern sollen. Leider gelingt dies nicht immer und es kann trotz PEP zu einer HIV-Infektion kommen.

In welchen Fällen wird eine PEP empfohlen?

Empfohlen wird eine PEP nach:

  • ungeschütztem vaginalen oder analen Geschlechtsverkehr (auch in Folge eines geplatzten Kondoms) mit einem HIV-infizierten oder höchstwahrscheinlich HIV-infizierten Partner.
  • Gebrauch eines mit HIV kontaminierten Injektionsbestecks beim intravenösen Drogenkonsum.

Angeboten werden kann eine PEP nach:

  • ungeschütztem Oralverkehr mit Aufnahme von Sperma des HIV-positiven Partners in den Mund.

Ob eine PEP durchgeführt wird entscheidet immer der Arzt gemeinsam mit dem Patienten.

Nicht empfohlen wird eine PEP bei:

  • Küssen und andere Sexualpraktiken ohne Sperma-/Blut-Schleimhautkontakte sowie S/M-Praktiken ohne Blut-zu-Blut-Kontakte
  • Verletzung an gebrauchtem Spritzenbesteck zur Injektion von Drogen, Medikamenten oder Insulin.

Zuständige Ärzte/Kliniken für die PEP in Ulm

Universitätsklinikum Ulm
Infektiologie
Albert-Einstein-Allee 23
89081 Ulm

Montag- Freitag tagsüber bis 17.00 Uhr: Herr Dr. Härter, Frau Dr. Grüner

Außerhalb dieser Zeiten: Notaufnahme M1b des Zentrums für Innere Medizin, Oberer Eselsberg.

Telefonisch erreichbar über die Zentrale mit der Telefonnummer: 0731/ 500-0

Diese Seite wurde erstellt in Zusammenarbeit mit Herr Dr. med. Härter.